Fin de partie
Oper

Oper in einem Akt
Musik von György Kurtág
Text vom Komponisten nach Samuel Beckett

Stückinfo

Schweizer Erstaufführung

Becketts Klassiker des absurden Theaters als Oper

Vier Menschen, vielleicht die letzten überhaupt: Hamm, sein Diener Clov und seine Eltern Nell und Nagg. Sie spielen um Macht und Ohnmacht, Erinnerung und Verdrängung, Zuneigung und Erniedrigung, während die Welt draussen zerfällt. Der Stillstand bringt die Abgründe ihrer Beziehungen, aber auch absurde Komik zutage. Die lebenslange Faszination für Samuel Becketts ‹Endspiel› inspirierte den ungarischen Komponisten György Kurtág 2018 zu seiner ersten Oper. Kurtágs 100. Geburtstag ist der Anlass für die Schweizer Erstaufführung seines Werks in Basel, wo der Komponist regelmässig gewirkt hat. Heute wird hier sein Nachlass in der Paul Sacher Stiftung aufbewahrt. Regisseur David Marton befreit bei seinem Basler Debüt die Figuren aus dem Gefängnis des schwarzen Beckett-Zimmers und versetzt sie ins Freie: auf eine Dachterrasse in Márton Ághs postapokalyptischer Stadtlandschaft.

Mit freundlicher Unterstützung durch den Theaterverein Basel

Künstlerisches Team

Pressestimmen

[Das] Setting verlangt höchste Konzentration von Dirigent und Orchester. Bewundernswert, wie präzis und ausdauernd das Gábor Káli und dem Sinfonieorchester Basel an der Premiere gelang.  - bz Basel

Die sorgfältige Regie von David Marton führt die vier Personen wie an der Hand, überlässt nichts dem Zufall und bringt die vielen Facetten der Charaktere gut zur Geltung.  - Basler Zeitung

György Kurtágs unerhört sprechende Musikalität und das deutungsoffene Ende machen ‹Fin de partie› zu einem spannenden Stück des zeitgenössischen Opernrepertoires. Das Theater Basel dringt mit neuem Licht in sein Dunkel.  - Oper!

[...] Káli [trägt] die Sänger sicher durch ihre detailreichen Partien. Nathan Berg (Hamm) und Michael Borth (Clov) ergänzen sich stimmlich wie darstellerisch zum prächtig grantelnden Dioskurenpaar.  - NZZ

Jede einzelne Note scheint in diesem Wimmelbild des Elends auf Entdeckungsreise zu gehen. Ein perkussive Pointierung hier, eine ungewohnte Klangfärbung da, mal einzeln akzentuierte Instrumente, dann Instrumentengruppen, von Gábor Káli hervorragend mit dem Sinfonieorchester umgesetzt.  - nachtkritik.de

Nach weniger als zwei intensiven Stunden ist der pausenlose Abend vorbei, man hat sich vielfach gewundert und selten gelangweilt, und das Theater Basel darf sich rühmen, einem bedeutenden Werk der zeitgenössischen Musik zum ersten Mal in der Schweiz eine repräsentative Bühne geboten zu haben.   - online reports

Kurtág löst die Dialektik zwischen grossem Apparat und ausgeprägter Innerlichkeit in einer Oper auf, die ausdrücklich kein grosses Drama sein will und gerade in dieser Zurücknahme so sehr unter die Haut geht.  - concerti

[...] es ist trotz aller Tristesse und Ziellosigkeit praIles, von zarter Ironie beseeltes, pointenreiches Theater  - Opernwelt

11 Termine

12.04.2026
Premiere: Grosse Bühne
18:30
18.04.2026
Grosse Bühne
19:30
26.04.2026
Grosse Bühne
18:30
02.05.2026
Grosse Bühne
19:30
15.05.2026
Grosse Bühne
19:30
25.05.2026
Grosse Bühne
18:30
01.06.2026
Grosse Bühne
19:30
03.06.2026
Grosse Bühne
19:30
05.06.2026
Grosse Bühne
19:30
14.06.2026
Grosse Bühne
16:00
18.06.2026
Derniere: Grosse Bühne
19:30